Weihnachtsschützen Berchtesgaden

Brauchtum in Berchtesgaden

Ein Brauchtum der im Berchtesgadener Land und vor allem im inneren Talkessel tief verwurzelt ist, ist das Weihnachtsschützen-Brauchtum. Der Brauch, der eigentlich aus heidnischen Gründen entstanden ist, ist mittlerweile wichtige Stütze des Katholischen Kirchenjahres und dem Vereinsleben im Berchtesgadener Land. Der Jahrhunderte alte Brauch des Böllerschießens geht zurück in die heidnische Zeit, als die Menschen im Winter versuchten, mit viel Lärm die schlafende Natur zu neuem Leben zu erwecken. Besonders bekannt ist es also zur Weihnachtszeit mit dem jährlichen „Christkindlschießen“ täglich immer nachmittags um 15.00 Uhr vom 17. Dezember bis zum 24. Dezember. Dabei fürchten vor Allem heute natürlich noch die Kinder, dass doch einmal das Christkindl getroffen wird. Bisher ist aber immer alles gut gegangen.

Und das seit dem Jahr 1874. Hier wurde der erste Weihnachtsschützenverein in Bischofswiesen/ Strub offiziell gegründet. Nach und nach entstanden weitere Vereine. Heute sind 17 Vereine mit über 3.000 Mitgliedern organisiert. Es wird nicht mit Patronen geschossen sondern mit Pulver. Dieses wird streng limitiert aufbewahrt und nur an die aktiven Mitglieder ausgegeben. Die Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land schießen mit sogenannten Hand- oder Schaftböllern und tragen dabei die traditionelle Berchtesgadener Tracht. Jeder Verein hat einen festen Standplatz, von wo aus geschossen wird. Das Schießen ist eine Komibination aus Einzelfeuer, Schnellfeuer und Salven und natürlich neben dem optischem Spektakel auch ein eindrucksvolles Erlebenis für die Ohren.

Aber auch außerhalb der Weihnachtszeit wird natürlich geschossen. So zum Beispiel an Silvester, Pfingsten, Fronleichnam oder Erntedank. Auch bei Hochzeiten und Vereinsfeiern und -jubiläen, oder Kirchweih wird geschossen.

Die Mitgliedschaft bei den Weihnachtsschützen ist auch häufig eine Familientradition und für die Mitglieder eine große Ehre.

Seit jeher ist es ein wichtiger Brauch im Berchtesgadener Land. Besonders zur Weihnachtszeit ruft er Groß- und Klein lauschend vor die Tür und weckt die Besinnlichkeit. Gerade deshalb wohnt auch dem Berchtesgadener Land ein besonderer Zauber inne zur Adventszeit.

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