Eine Rundreise mit dem Camper und Kleinkind- für Manche die Vorstellung eines Albtraums, für Andere die Vorstellung von absoluter Freiheit.
Hier ein paar Tipps, die wir bzw. Ich gerne aus unserem Erfahrungsschatz an euch weitergeben möchten.
-Essen: Gerade bei Kleinkindern würde ich keine ausgefallene Küche wählen. Kochen findet unter extremen Platzmangel statt und das Kind möchte unter Umständen keine neuen Gerichte probieren. Lieber bereits bekannte Lebensmittel von zu Hause mitnehmen, bekannte Gerichte kochen und auch mal ein Auge zu drücken.
-Kleidung: Es gibt auf den meisten Campingplätzen die Möglichkeit zu waschen. Dennoch sollte man wärmere und dünnere Kleidung einplanen. Insbesondere auch nachts, weil man ja mit allem rechnen muss. Und für Touren, die in den Norden oder Berge gehen, natürlich auch Regenkleidung und Mützen.
-Ecken und Kanten: Bei geliehenen Campern kann man natürlich nicht alle Kanten mit Kantenschutz versehen und auch nicht alle Steckdosen abkleben. Wir haben uns vorher alle Gefahrenquellen angesehen und dann auch das Kind einbezogen. Die Kleinen verstehen durchaus Gefahren, die man mit *Nein* erklärt. Zum Glück sind Steckdosen meist sowieso außer Reichweite und bei Betten kann man einen Rausfallschutz bauen. Außerdem hat der Kleine nicht alleine geschlafen. Und es gibt Reisebetten wie kleine Zelte, die man auch anschnallen kann, falls es nicht anders vermeidbar ist.
-Kindersitz: Wer einen Camper mietet sollte unbedingt vorher darauf achten, dass auch der Sitz des Kindes einen 3-Punkte Gurt hat. Dies ist für viele Kinderautositze wichtig und haben nicht alle Camper. Außerdem empfehle ich unbedingt die Richtlinien des Landes für Kindersitze zu überprüfen um nicht irgendeine böse Überraschung zu erleben. Wenn ihr beispielsweise einen Camper in Italien mietet, dann gelten auch die dortigen Gesetze für Kindersitze: Sie bedeutet, dass für Kinder bis einschließlich drei Jahren nur noch Kindersitze verwendet werden dürfen, die mit einem Alarmsignal ausgestattet sind. Allerdings gilt die Pflicht der Verwendung von Kindersitzen mit Alarmsignal nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge. Deshalb lieber immer die dortigen Gesetze checken. Hierfür sind sinnvolle Seiten der ADAC, Autoreiseführer oder im Reisebüro nachfragen.
Ansonsten gilt natürlich auch alles Weitere, wie für normale Reisen mit Kindern.
Habt viel Spaß beim Start in dieses tolle Abenteuer und genießt es.
